Spielzeugauktionen: Auktionshäuser, Rekordpreise und Tipps zum Mitbieten
Auf Spielzeugauktionen wechseln alte Teddybären, Puppen, Blechspielzeug und Modellbahnen den Besitzer, manchmal für ein paar Euro, manchmal für Zehntausende. Lohnt sich das Mitbieten? Kann man dort wirklich Schnäppchen machen? Hier erfährst Du, wie Spielzeugauktionen funktionieren, welche Auktionshäuser in Österreich und Deutschland wichtig sind und wie Du sicher mitbietest.
Wie Spielzeugauktionen funktionieren
Saalauktionen finden in einem Auktionshaus statt. Vorher gibt es meist eine Besichtigung, bei der Du die Stücke in die Hand nehmen kannst. Mitbieten kannst Du im Saal, schriftlich, am Telefon oder live über das Internet.
Online-Auktionen laufen auf Plattformen wie eBay oder Catawiki. Das ist bequem, aber Du siehst das Stück nur auf Fotos.
Auktionshäuser für Spielzeug
- Dorotheum (Wien): Das älteste Auktionshaus Österreichs versteigert regelmäßig historisches Spielzeug, Puppen und Teddybären. Experten des Hauses nennen französische Puppen von Jumeau, Bru und Steiner als besonders gesucht.
- Ladenburger Spielzeugauktion (Ladenburg, Deutschland): seit 1989 auf historisches Spielzeug, Puppen, Steiff und Blechspielzeug spezialisiert. Bei einer reinen Steiff-Auktion wurde dort ein Bonzo-Hund von 1927 für 33.000 Euro zugeschlagen.
- Christie’s und Bonhams: internationale Häuser, bei denen Spitzenstücke versteigert werden
- Catawiki: Online-Auktionen, bei denen Fachleute die Stücke vorab prüfen
Rekordpreise bei Spielzeugauktionen
- Steiff-Bär „Teddy Girl“: 110.000 Pfund im Jahr 1994 bei Christie’s in London, der teuerste antike Teddybär
- Stefano Canturi Barbie: 302.500 US-Dollar im Jahr 2010 bei Christie’s in New York, mit einem Diamant-Collier
- Bru-Puppen: bei Theriault’s in den USA bis zu 52.500 US-Dollar
Mehr dazu in unseren Beiträgen über Sammlerbären, Barbie und Bru-Puppen.
Schnäppchen oder teures Vergnügen?
Was für Auktionen spricht: Manchmal werden Stücke schlecht beschrieben oder unterschätzt. Wer sich gut auskennt, kann dann günstig kaufen. Außerdem gibt es auf Auktionen Raritäten, die im Handel kaum auftauchen.
Was dagegen spricht: Bei begehrten Stücken treiben Bietergefechte den Preis hoch. Dazu kommt das Aufgeld, also eine Gebühr auf den Zuschlag, die bei vielen Auktionshäusern 20 Prozent und mehr beträgt, plus Steuer und Versand.
Fazit: Schnäppchen sind möglich, aber nur mit Wissen, Geduld und einem festen Limit.
Tipps für Deine erste Auktion
- Vorbesichtigung nutzen oder zusätzliche Fotos anfordern
- Zustandsbericht lesen: Was ist original, was ersetzt oder restauriert?
- Vergleichspreise prüfen: frühere Zuschläge für ähnliche Stücke
- Gesamtkosten rechnen: Zuschlag plus Aufgeld, Steuer und Versand
- Limit festlegen und dabei bleiben
- Schriftlich bieten, wenn Du Dich im Eifer des Gefechts nicht verleiten lassen willst
Selbst verkaufen
Auch für Verkäufer sind Auktionen interessant, besonders bei seltenen Stücken. Das Auktionshaus schätzt den Wert, beschreibt das Stück und erreicht internationale Sammler. Dafür fällt eine Provision an. Bei häufigen Stücken sind willhaben, eBay oder eine Börse oft die bessere Wahl.
Passend dazu
- Preisführer für Spielzeug: Nachschlagewerke für Sammler von Blechspielzeug, Puppen und Bären
- Lupen und Taschenlampen für Sammler: Für die genaue Prüfung bei der Vorbesichtigung
- Eleganter Schmuck im Vintage-Stil: Für die Abendauktion, Ohrringe und Ketten im Art-déco-Stil
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Häufige Fragen
Wo finden Spielzeugauktionen statt?
In Österreich vor allem im Dorotheum in Wien, in Deutschland zum Beispiel bei der Ladenburger Spielzeugauktion. Dazu kommen internationale Häuser wie Christie’s und Bonhams sowie Online-Auktionen.
Was ist das Aufgeld bei einer Auktion?
Eine Gebühr, die zum Zuschlagpreis dazukommt. Sie beträgt bei vielen Auktionshäusern 20 Prozent und mehr, dazu können Steuer und Versand kommen.
Kann man auf Spielzeugauktionen Schnäppchen machen?
Ja, gelegentlich, wenn Stücke unterschätzt oder schlecht beschrieben sind. Bei begehrten Stücken treiben Bietergefechte die Preise aber hoch. Ein festes Limit hilft.
Was ist der teuerste Teddybär, der je versteigert wurde?
Als teuerster antiker Teddy gilt der Steiff-Bär „Teddy Girl“, der 1994 bei Christie’s in London 110.000 Pfund brachte.



