Simon & Halbig: Puppen erkennen, Modelle wie 1079 und Wert
„S&H“ oder „Simon & Halbig“: Diese Prägung findest Du am Hinterkopf vieler antiker Puppen. Die Porzellanfabrik aus Gräfenhain in Thüringen stellte Köpfe von besonders hoher Qualität her und belieferte zahlreiche bekannte Puppenmacher. Hier erfährst Du, wie Du eine Simon-&-Halbig-Puppe erkennst, was Nummern wie 1079 oder 117 bedeuten und was die Puppen wert sind.
Was sind Simon-&-Halbig-Puppen wert?
Der Wert reicht weit. Häufige Modelle mit klassischem Puppengesicht, etwa die 1079, sind in mittlerer Größe oft im dreistelligen Bereich zu haben. Gesucht und deutlich teurer sind Charakterpuppen, die Simon & Halbig für Kämmer & Reinhardt fertigte, etwa die 117 „Mein Liebling“, sowie seltene Modelle mit geschlossenem Mund oder besonderen Augen. Haarrisse im Porzellan, ersetzte Augen oder ein fremder Körper senken den Preis stark.
Die Prägung lesen
- „S&H“ oder „Simon & Halbig“: der Hersteller des Kopfes
- Modellnummer: zum Beispiel 1079, 1249 oder 1358
- „DEP“: steht für „déposé“, also geschützt. Das findet man oft bei Köpfen für den französischen Markt.
- „Germany“: Herkunftsangabe für den Export
- „K★R“ zusammen mit „Simon & Halbig“: Der Kopf wurde für Kämmer & Reinhardt gefertigt, die Modellnummer gehört dann zu deren Programm, etwa 117 oder 126.
- Größenangabe: eine Zahl, manchmal mit Bruch
Bekannte Modelle
- 1079: eines der häufigsten Modelle, ein klassisches Mädchengesicht mit offenem Mund und Schlafaugen. Oft als „1079 DEP“ oder „1079 Germany“ gekennzeichnet.
- 1249: von Sammlern „Santa“ genannt, ein besonders liebliches Gesicht
- 1358: ein gesuchter Kopf für dunkelhäutige Puppen
- 117 „Mein Liebling“ und 126 für Kämmer & Reinhardt: Charakterpuppe bzw. Charakterbaby
Die Geschichte von Simon & Halbig
Wilhelm Simon und Carl Halbig gründeten die Porzellanfabrik im 19. Jahrhundert in Gräfenhain bei Ohrdruf in Thüringen, nach den meisten Quellen 1869. Die Firma war auf Puppenköpfe spezialisiert und lieferte an viele Puppenmacher in Deutschland und Frankreich. Ihre Köpfe waren für ihre feine Bemalung, sauberen Gussformen und guten Glasaugen bekannt.
Besonders eng war die Zusammenarbeit mit Kämmer & Reinhardt aus Waltershausen: Kämmer & Reinhardt entwarf die Modelle, Simon & Halbig goss und bemalte die Köpfe aus Biskuitporzellan. Mehr dazu im Beitrag über Kämmer & Reinhardt.
Typische Merkmale
- sehr feines, glattes Biskuitporzellan
- fein gemalte Wimpern und Brauen
- Glasaugen, oft Schlafaugen, manche mit echten Wimpern
- offener Mund mit kleinen Zähnen, bei frühen Modellen auch geschlossen
- Gelenkkörper aus Holz und Masse, oft von anderen Herstellern
Tipps für Sammler
- Kopf mit einer Taschenlampe von innen auf Haarrisse prüfen
- Augenmechanik vorsichtig testen
- Prüfen, ob Kopf und Körper zusammenpassen
- Preise mit verkauften Puppen gleicher Nummer und Größe vergleichen
Allgemeine Tipps zum Bestimmen von Porzellanpuppen findest Du im Beitrag über Armand-Marseille-Puppen.
Passend dazu
- Bücher über Porzellanpuppen: Marken und Modellnummern zum Nachschlagen
- Glasvitrinen für Puppen: Staub- und lichtgeschützt ausstellen
- Vintage-Haarschmuck: Spangen und Kämme im nostalgischen Stil
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Häufige Fragen
Woran erkenne ich eine Simon-&-Halbig-Puppe?
An der Prägung am Hinterkopf: „S&H“ oder „Simon & Halbig“, eine Modellnummer wie 1079 und oft „Germany“ oder „DEP“. Steht zusätzlich „K★R“ dabei, wurde der Kopf für Kämmer & Reinhardt gefertigt.
Was bedeutet 1079 bei Simon & Halbig?
1079 ist die Modellnummer eines der häufigsten Köpfe, ein klassisches Mädchengesicht mit offenem Mund und Schlafaugen.
Was sind Simon-&-Halbig-Puppen wert?
Häufige Modelle wie die 1079 liegen in mittlerer Größe oft im dreistelligen Bereich. Charakterpuppen und seltene Modelle sind deutlich teurer.



