Eine Götzpuppe von Sylvia Natterer

Götz-Puppen: Modelle, Künstlerinnen, Wert und Pflege

Götz-Puppen kennen viele aus der eigenen Kindheit: weiche Babypuppen, große Stehpuppen mit langen Haaren und liebevoll gestaltete Sammlerpuppen. Die Puppenmanufaktur stammt aus Rödental in Oberfranken, nur wenige Kilometer vom Spielzeugzentrum Sonneberg entfernt. Hier erfährst Du, welche Götz-Puppen es gibt, welche Künstlerinnen für Götz gearbeitet haben und was alte Götz-Puppen wert sind.

Götz: eine Puppenmanufaktur aus Oberfranken

Götz entstand nach dem Zweiten Weltkrieg in Rödental bei Coburg, das gilt als Gründungsjahr 1950. Die Firma machte sich zunächst mit Spielpuppen einen Namen und wurde über die Jahrzehnte zu einer der bekanntesten Puppenmarken im deutschsprachigen Raum. Typisch für Götz sind Puppen mit weichem Körper, Vinylkopf und natürlichen Gesichtern.

Die wichtigsten Götz-Puppen

  • Babypuppen: weiche Puppen mit Stoffkörper, manche mit Schlafaugen, für die Jüngsten
  • Stehpuppen: größere Puppen zum Anziehen und Frisieren, beliebt bei Kindergarten- und Schulkindern
  • „Muffin“ und andere kleine Weichpuppen: zum Kuscheln und Mitnehmen
  • Sammler- und Künstlerpuppen: limitierte Puppen nach Entwürfen bekannter Puppenkünstlerinnen

Künstlerinnen bei Götz

Götz arbeitete mit namhaften Puppenkünstlerinnen zusammen, darunter Sylvia Natterer und Hildegard Günzel. Ihre Entwürfe brachten künstlerische Gesichter und hochwertige Ausstattung in die Serienproduktion. Sylvia Natterer entwarf später auch für andere Hersteller, etwa die Puppe „Minouche“, die heute Petitcollin fertigt. Mehr dazu im Beitrag über Petitcollin.

Was sind alte Götz-Puppen wert?

Gebrauchte Spielpuppen von Götz bringen meist zwei- bis niedrige dreistellige Beträge, je nach Größe, Zustand und Ausstattung. Etwas gefragter sind limitierte Künstlerpuppen in der Originalschachtel mit Zertifikat. Schöne Haare, saubere Vinylteile und originale Kleidung sind entscheidend. Abgeschnittene oder verfilzte Haare und Flecken senken den Preis.

Götz-Puppe erkennen

  • Prägung im Nacken: Viele Götz-Puppen tragen den Schriftzug „Götz“ und eine Nummer am Hinterkopf oder Nacken.
  • Etikett: am Körper oder an der Kleidung eingenäht
  • Zertifikat: bei Sammlerpuppen oft mit Auflage und Nummer

Pflege von Götz-Puppen

  • Vinylteile mit einem feuchten Tuch und milder Seife reinigen
  • Haare vorsichtig von den Spitzen her mit einer Perückenbürste kämmen
  • Weichkörper nur oberflächlich reinigen, wenn das Etikett nichts anderes erlaubt
  • Puppenkleidung meist schonend von Hand waschen

Götz und die Puppenregion Oberfranken und Thüringen

Rödental liegt in einer Region mit langer Spielzeugtradition: In der Gegend um Coburg und Sonneberg sitzen bis heute Puppen- und Teddyhersteller wie Zapf Creation und Hermann-Spielwaren. Mehr dazu in den Beiträgen über Zapf Creation und Teddybär-Hersteller.

Passend dazu

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Häufige Fragen

Woher kommen Götz-Puppen?

Aus Rödental bei Coburg in Oberfranken. Die Puppenmanufaktur entstand nach dem Zweiten Weltkrieg, als Gründungsjahr gilt 1950.

Was sind alte Götz-Puppen wert?

Gebrauchte Spielpuppen meist zwei- bis niedrige dreistellige Beträge, limitierte Künstlerpuppen mit Zertifikat und Schachtel etwas mehr.

Welche Künstlerinnen haben für Götz gearbeitet?

Unter anderem Sylvia Natterer und Hildegard Günzel.

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