Produktionswerkstatt von Petitcollin

Petitcollin: Celluloidpuppen, Petit Colin und Minouche aus Frankreich

Petitcollin ist eine der ältesten Puppenmarken Frankreichs. Berühmt wurde die Firma mit „Petit Colin“, einem Babypüppchen, das man baden konnte, und mit Puppen aus Celluloid. Heute kennen Sammler die Marke auch durch die Puppe „Minouche“ von Sylvia Natterer. Hier erfährst Du, wie Petitcollin entstand, welche Puppen es gibt und woran Du alte Petitcollin-Puppen erkennst.

Die Geschichte von Petitcollin

Die Firma wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet, nach den meisten Angaben 1860, und stellte zunächst Kämme her. Um 1900 begann sie, Schönheitsartikel aus Celluloid zu fertigen. 1912 kamen die ersten Puppen dazu. Das Aushängeschild war „Petit Colin“, ein badefähiges Babypüppchen zu einem erschwinglichen Preis, das den Puppenmarkt veränderte.

Bis 1958 stellte Petitcollin Puppen aus Celluloid her, danach aus PVC. Lange galt die Firma als letzte französische Fabrik für traditionelle Puppen, mit Sitz in Étain in Lothringen. 2023 wurde der Standort in Étain aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen. Die Puppen werden unter dem Namen Petitcollin weiter angeboten.

Bekannte Petitcollin-Puppen

  • Petit Colin: das klassische Badebaby, seit über 100 Jahren im Programm
  • Celluloidpuppen: alte Puppen aus der Zeit vor 1958, oft mit Adlerkopf-Prägung
  • Minouche: Puppen nach Entwürfen der Puppenkünstlerin Sylvia Natterer. Sie entstanden zuerst bei Käthe Kruse, seit 2015 fertigt Petitcollin sie in Lizenz.
  • Christel und Trachtenpuppen: kleine Puppen, oft in Regionaltrachten Frankreichs

Alte Petitcollin-Puppe erkennen

  • Adlerkopf-Prägung: Viele ältere Petitcollin-Puppen tragen ein eingeprägtes Adlerkopf-Zeichen, oft zusammen mit „France“ und einer Größenzahl.
  • Material: Celluloid ist leicht und klingt hohl, spätere Puppen sind aus weicherem PVC.
  • Gemalte oder Glasaugen, bei Babys oft gemalte Haare

Was sind Petitcollin-Puppen wert?

Alte Celluloidpuppen von Petitcollin sind beliebte, meist erschwingliche Sammlerstücke. Kleine Puppen und Trachtenpuppen liegen oft im zweistelligen Bereich, größere Puppen und seltene Modelle in gutem Zustand höher. Risse und Verfärbungen im Celluloid senken den Wert. Minouche-Puppen in der Originalschachtel sind bei Sammlerinnen gefragt.

Pflege

Celluloid nie mit heißem Wasser oder Lösungsmitteln reinigen und von Hitze fernhalten. PVC-Puppen vertragen ein feuchtes Tuch mit milder Seife. Mehr zur Pflege von Celluloid liest Du im Beitrag über Schildkröt-Puppen, mehr über französische Puppen im Beitrag über Corolle.

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Häufige Fragen

Seit wann gibt es Petitcollin-Puppen?

Seit 1912. Die Firma selbst ist älter und stellte zuvor Kämme und Celluloid-Schönheitsartikel her.

Woran erkenne ich eine alte Petitcollin-Puppe?

Viele ältere Puppen tragen eine eingeprägte Adlerkopf-Marke, oft mit „France“ und einer Größenzahl. Alte Puppen sind aus Celluloid, spätere aus PVC.

Wer hat die Minouche-Puppen entworfen?

Die Puppenkünstlerin Sylvia Natterer. Seit 2015 werden sie von Petitcollin in Lizenz gefertigt.

Quellen

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